Baugrund
Für eine standsichere und nachhaltige Gründung sind fundierte Informationen über den anstehenden Boden und seine Eigenschaften vonnöten. Hier hilft eine Baugrunduntersuchung in Form einer Untergrundaufnahme mit anschließender Bewertung. Gemessen an der Rohbausumme eines Gebäudes sind die Kosten für eine Baugrunduntersuchung gering. Infolge einer "Einsparung" eines Baugrundgutachtens dagegen können bei Schäden im Gründungsbereich erhebliche Kosten entstehen, die die Rohbausumme ohne weiteres übersteigen können.
Benötigte Angaben und Unterlagen
Die Zurverfügungstellung der folgenden Unterlagen ermöglicht eine schnelle und wirtschaftliche Bearbeitung Ihrer Untersuchung:
- Maßstabsgerechter Lageplan des betreffenden Objekts
- Grundriss des untersten Geschosses
- Vertikalschnitt
- Nutzungsabsichten
Die Bereitstellungen eines vorläufigen Lastenplans durch Ihren Statiker ermöglicht die zügige Erstellung eines individuell auf den Baugrund und die Lasten Ihres Bauvorhabens abgestimmten und damit wirtschaftlichen Gründungskonzepts.
Ein Baugrunduntersuchung setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden drei Teilen zusammen:
1. Untersuchungen im Feld: Untergrund- aufnahme durch Sondierungsbohrungen und Rammsondierungen.
2. Bestimmung der Bodeneigenschaften im Labor durch entsprechende Laborversuche, Auswertung und Darstellung der Ergebnisse von Feld- und Laborversuchen.
3. Erstellung eines objektbezogenen Baugrundfachgutachtens.

Eine Altlastenuntersuchung läuft in der Regel in folgender Weise ab:
1. Durchführen einer historischen Recherche bei den Umwelt- und Bauämtern.
2. Erstellung eines Untersuchungskonzeptes in Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
3. Durchführen von Geländeuntersuchungen.
4. Zusammenstellung der Ergebnisse.
5. Entwicklung von Sanierungsmaßnahmen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
Altlasten
Fachbereich Altlasten A) Themenschwerpunkte Altlastenuntersuchungen und Bewertungen werden von uns im Rahmen unterschied-licher Fragestellungen durchgeführt. Themenschwerpunkte bilden hierbei:
- Grundstücksbewertungen hinsichtlich möglicher vorhandener Altlasten beim Grundstückskauf und -verkauf.
- Nutzgutbezogene Bewertung für Bauanträge nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung.
- Ermittlung von Schadensursachen, Entwicklung von Sanierungskonzepten und deren Kostenschätzung für Versicherungsunternehmen sowie im Falle eines Rechtsstreits.
- Bewertung von Aushubmaterial hinsichtlich der Wiederverwertungs- bzw. Deponierungsklassen.
- Erstellung von Rückbau- und Entsorgungskonzepten.
- Baubegleitung bei Abriss- und Aushubarbeiten.

Hydrogeologie
Unsere Themenschwerpunkte im Bereich Hydrogeologie sind:
- Erstellung von Hydrogeologischen Gutachten zur Entsorgung von häuslichem Abwasser über Verrieselungsanlagen.
- Erstellung von Hydrogeologischen Gutachten zur Regenwasserbewirtschaftung.
- Durchführung von Aufschlussbohrungen und Versickerungsversuche bezüglich der Versickerungsfähigkeit des Untergrundes.
- Permeameterversuche und Wasserdurchlässigkeitsversuche im Labor.
- Bewertung von Aushubmaterial hinsichtlich der Wiederverwertungs- bzw. Deponierungsklassen.
- Die Erschließung von Grundwasser.
Ablauf einer hydrologischen Untersuchung und Bewertung:
1. Festlegung des Untersuchungsprogramms auf Basis der Planungsunterlagen.
2. Bohrungen und Versickerungsversuche vor Ort zur Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit
3. Auswertung der Ergebnisse.
4. Flächenermittlung und Dimensionierung der Anlage anhand der Versuchsergebnisse.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse, Anlagendokumentation und Erläuterung im hydrogeologischen Bericht.
6. Optional: Vorbereitung der Anträge für die wasserrechtliche Genehmigung.
7. Erstellung der notwendigen Pläne und Schnittzeichnungen in Absprache mit dem Architekten.

Für die Erstellung eines Rückbaukonzeptes mit Schadstoffkataster benötigen wir:
1. Lageplan des Gebäudes bzw. des Betriebsgeländes.
2. Grundrisspläne der einzelnen Stockwerke.
3. Schnittzeichnungen, soweit vorhanden.
4. Historische Nutzungs- und Umbaupläne.
Rückbau
Vor dem Abriss von gewerblich genutzten Gebäuden ist für die Abrissgenehmi-gung in der Regel ein Schadstoffkataster vorzulegen. Auch als Basis für die Aus¬schreibung eines Gebäuderückbaus, ist ein solches Schadstoffkataster sehr hilfreich.
- Um ein Untersuchungsprogramm festzulegen, ist eine Begehung des abzureißenden Gebäudes erforderlich.
- Anhand von Gebäudeplänen erfolgt eine Massenschätzung, der zu entsorgenden Baureststoffe.
- Der Aufbau von Böden, Decken und Wänden wird durch Kernbohrungen erkundet.
- Bei Schadstoffverdacht werden Baustoffproben entnommen und zur chemischen Analyse weitergeleitet.
- Mit den Ergebnissen der chemischen Untersuchung wird ein Rückbau- und Entsorgungskonzept mit Schadstoffkataster erstellt.
- Beim Rückbau des Gebäudes erfolgt eine gutachterlicher Baubegleitung.
- Nach Abriss des Gebäudes und der erfolgten Entsorgung der Baureststoffe, wird eine Plausibilitätsprüfung anhand der Wiegescheine durchgeführt.
